Rumänien
Karpaten, Donau und Dracula
Einzigartigen Naturlandschaften
Eine unberührte Landschaft, verwunschene, mittelalterliche Dörfer, viele Burgen und Schlösser, das schöne Donaudelta mit einer beeindruckenden Flora und Fauna, die dynamische Hauptstadt Bukarest und die Schwarzmeerküste – das alles erwartet Sie in Rumänien im Grenzraum zwischen Mittel- und Südeuropa. Ob Sie nun auf gut markierten Wegen durch die wunderschöne Landschaft mit Bergen, Wäldern und Wiesen wandern, an einem der herrlichen Sandstrände am Schwarzen Meer entspannen oder eine Kreuzfahrt auf der Donau unternehmen wollen, in Rumänien können Sie einen abwechslungsreichen Urlaub verbringen.
Allgegenwärtig ist die Donau, die mehrere Tausend Kilometer durch das Land fließt – vom Eisernen Tor in den südlichen Karpaten bis zum Mündungsgebiet der Donau am Schwarzen Meer mit einem Labyrinth aus Flussarmen, Altwassern, Seen, Auwäldern und Schilfflächen. Hier kommen Naturliebhaber und Vogelfreunde voll auf ihre Kosten.
Auch die Karpaten mit dem Apuseni- und dem Făgăraș-Gebirge spielen eine wichtige Rolle. Sie sind vom größten zusammenhängenden Waldgebiet Europas überzogen und damit ein wichtiger Lebensraum für Braunbären, Luchse und Wölfe. Abgerundet wird das Urlaubserlebnis durch freundliche Einheimische und eine traditionelle Küche.
Bukarest
Die Hauptstadt Rumäniens ist nicht nur kulturelles und wirtschaftliches Zentrum des Landes, sondern mit rund zwei Millionen Einwohnern auch eine der größten Städte Osteuropas. Darüber hinaus ist Bukarest eine aufstrebende Stadt, die mit einer dynamischen Kulturszene, trendigen Stadtvierteln, historischen Sehenswürdigkeiten, vielen Einkaufsmöglichkeiten und einem lebendigen Nachtleben lockt.
Die Altstadt ist fast wie ein Spiegelbild der Geschichte des Landes. Denn neben historischen Gebäuden aus dem 15. und 16. Jahrhundert, neoklassizistischen Bauwerken, etwa der Arkadenstraße Pasajul Macca-Vilacrosse, und breiten Boulevards befindet sich hier auch der Parlaments-Palast, ein Monumentalbau des Diktators Nicolae Ceauşescu. Das riesige, luxuriös ausgestattete Gebäude belegt eine Fläche von 33 Hektar und hat mehr als 5.000 Zimmer. Besuchen sollten Sie auch den Platz der Revolution, auf dem 1989 die Schreckensherrschaft von Ceauşescu endete. Hier steht das ehemalige Königsschloss, in dem heute das Nationalmuseum für Kunst untergebracht ist.
Weitere Sehenswürdigkeiten sind der Triumphbogen, der dem Arc de Triomphe in Paris nachempfunden wurde, und das rumänische Athenäum. Der Konzertsaal, der ein bisschen wie ein griechischer Tempel aussieht, ist eine Mischung aus Architekturstilen der Gotik, des Barocks und des Neoklassizismus. Zur Entspannung können Sie sich im Parcul Regele Mihai I al României (König-Michael-I.-von-Rumänien-Park, früher Herăstrău-Park), der grünen Lunge der Stadt, ein ruhiges Plätzchen suchen, auf dem See eine Bootsfahrt unternehmen oder das Dorfmuseum besuchen, ein Freilichtmuseum, das das bäuerliche Leben in Rumänien darstellt.
Rumänische Riviera
Rumänien ist zwar nicht unbedingt als Ziel für einen Badeurlaub bekannt, an der südlichen Schwarzmeerküste gibt es jedoch wunderschöne Strände mit feinstem Sand und klarem, sauberem Wasser, ruhige Buchten, romantische Küstendörfer, lebendige Badeorte und eine große Auswahl an Hotels – hier bleibt kein Urlaubswunsch offen. Ein beliebter Ferienort an der rumänischen Riviera ist Mamaia auf einer Landzunge mit einer ganz speziellen Attraktion: Hier führt eine Seilbahn von Nord nach Süd mit fantastischem Blick auf Stadt und Meer. Ganz in der Nähe liegt Constanța, ebenfalls mit schneeweißem Sandstrand.
Siebenbürgen/Transsilvanien
Hört man Transsilvanien, denkt man sofort an Dracula. Im 15. Jahrhundert lebte in dem Gebiet zwar Vlad III. Drăculea („Der Sohn des Drachen“), dem furchtbare Gräueltaten nachgesagt werden und der Bram Stoker zu seinem Roman „Dracula“ inspiriert haben soll, aber dass er auf Schloss Bran gewohnt hat, lässt sich nicht beweisen. Nichtsdestotrotz ist Castelul Bran, das stark den Beschreibungen in Stokers Roman ähnelt, eine der beliebtesten Touristenattraktionen in Rumänen und auf jeden Fall einen Besuch wert. Hier erfahren Sie nämlich nicht nur alles über Vampire, sondern können auch durch top renovierte Räume schlendern und den einmaligen Blick über die ursprüngliche Landschaft genießen. Ein weiteres Schloss, das Sie sich ansehen sollten, ist Schloss Peleș, das mit seiner Lage mitten in den Bergen, den vielen Türmen und den rund 160 Räumen verzaubert.
Die Herkunft des deutschen Namens Siebenbürgen ist zwar nicht ganz geklärt, könnte sich aber auf die sieben Städte beziehen, die von Sachsen ab dem 12. Jahrhundert gegründet wurden: Hermannstadt (Sibiu), Kronstadt (Brașov), Bistritz (Bistrița), Schäßburg (Sighișoara), Mühlbach (Sebeș), Broos (Orăștie) und Klausenburg (Cluj-Napoca). In den malerischen Orten mit gut erhaltenen Altstädten und kleinen Gässchen sind Brauchtum und Traditionen der sächsischen Gründer noch erhalten geblieben. Im Süden Siebenbürgens sollten Sie sich unbedingt die Kirchenburgen ansehen, die zur Verteidigung gegen Türkeneinfälle erbaut wurden und heute zum UNESCO-Welterbe zählen.

